CyberLeek und GTA 6: Die 165.000-Dollar-Forderung erklärt
25 August 2026 · Aktualisiert 25 August 2026

Gabriel Caetano
INTERNATIONAL
CyberLeek und GTA 6: Die 165.000-Dollar-Forderung erklärt
CyberLeek veröffentlicht GTA-6-Leaks und verlangt rund 165.000 US-Dollar in Monero allein für die Kontaktaufnahme. Wir erklären die Forderung, den Memecoin und Take-Twos Reaktion.

CyberLeeks Lösegeldforderung bei GTA 6: Alles, was wir über Rockstars Erpressungskrise wissen
CyberLeek hat kein klassisches „Zahlt uns, damit wir aufhören“-Lösegeld gefordert. Stattdessen verlangt die Gruppe rund 165.000 Dollar (400 XMR in Monero) allein dafür, überhaupt ein Gespräch über den Kauf von Werbeflächen bei künftigen GTA-6-Leaks zu beginnen – begleitet von ideologischen Forderungen und einem eigenen $CYBERLEEK-Memecoin. Cyberleek betont, es handle sich nicht um „ein Lösegeld, bei dem Publisher zahlen, um die Leaks zu stoppen“. Trotzdem verwischen die Leaks, die Kryptowährung und die „Gebühr“ zusammen die Grenze zwischen Aktivismus und Erpressung.
Seit dem 18. August 2026 hat ein Bedrohungsakteur namens CyberLeek eine Flut unveröffentlichter Grand Theft Auto VI-Aufnahmen ins Netz gestellt, sie mit einem Manifest voller Forderungen versehen und die gesamte Kampagne in einen spekulativen Krypto-Memecoin verpackt. Take-Two Interactive, die Muttergesellschaft von Rockstar Games, hat innerhalb weniger Tage 2,8 Milliarden Dollar an Marktwert verloren – nachdem eine Welle angeblicher Grand Theft Auto 6-Leaks von einer anonymen Person oder Gruppe namens CyberLeek online veröffentlicht wurde, nur wenige Tage vor dem offiziellen Netflix-Trailer-Start. Dieser Artikel erklärt, wer CyberLeek eigentlich ist, was sie konkret fordern, wie sich die Leaks zeitlich abgespielt haben, welche rechtlichen Risiken damit verbunden sind und was das alles für GTA 6 bedeutet.
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1. Wer ist CyberLeek? Identität, Hintergrund und Motive
Der anonyme Bedrohungsakteur
CyberLeek versteht man am besten als Online-Persona und nicht als bekannte Entität. Wer wirklich hinter CyberLeek steckt, wurde bisher nicht öffentlich bestätigt. Der Name CyberLeek tauchte erstmals am 18. August 2026 prominent auf, als eine unbekannte Person oder Gruppe Videomaterial verbreitete, das angeblich unveröffentlichtes GTA-6-Gameplay zeigte. Die Gruppe war über soziale Medien und eine eigene Website aktiv und lenkte die Kommunikation gezielt auf den verschlüsselten Messenger Session sowie die Monero-Blockchain, um anonym zu bleiben. CyberLeek ist also eher als anonyme Online-Identität zu verstehen denn als klassisches Krypto-Startup.
Theorien zur Identität und Beweislage
Ob CyberLeek ein Einzeltäter oder eine organisierte Gruppe ist, bleibt unklar. Der naheliegendste Vergleich ist der Rockstar-Hack von 2022, der der Lapsus$-Gruppe zugeschrieben wurde. Arion Kurtaj, 18, aus Oxford, war Teil der Hackergruppe Lapsus$, die zuvor bereits Nvidia und Uber attackiert hatte. Bislang gibt es aber keine belastbaren Beweise, die CyberLeek mit dieser Gruppe in Verbindung bringen, und Forscher mahnen zur Vorsicht. Da CyberLeeks wahre Identität öffentlich nicht bestätigt ist, sollten Behauptungen rund um die Aktion weiterhin mit Vorsicht betrachtet werden.
2. Die CyberLeek-Lösegeldforderung: Genauer Betrag und Bedingungen
Was CyberLeek eigentlich fordert
Anders als bei einer klassischen Ransomware-Bande sind die Hauptforderungen von CyberLeek nicht monetärer, sondern ideologischer Natur. Im Manifest der Hacker stehen drei zentrale Forderungen: ein Verbot digitaler Vorbestellungen, keine Inhalte, die bereits auf der Disc liegen und trotzdem als kostenpflichtiger DLC verkauft werden, sowie die dauerhafte und vollständige Unterstützung von Singleplayer-Inhalten. Damit gibt sich die Gruppe aber nicht zufrieden. Sie hat Filmmaterial gestohlen, droht damit, weiterhin jeden zu hacken, der sich nicht an ihre Regeln hält, besteht darauf, dass eine öffentliche Entschuldigung nicht ausreicht, weil "Wiedergutmachung Pflicht" sei, und finanziert ihren gesamten Feldzug über eine eigene Kryptowährung namens $CYBERLEEK. Sogar den physischen Besitz von GTA 6 anstelle eines Download-Codes hat die Gruppe schon gefordert.
Die 165.000-Dollar-Werbegebühr: Wie aus den Leaks Kapital geschlagen wird
Der wohl auffälligste Punkt in Sachen Geld ist gar kein Lösegeld im eigentlichen Sinn, sondern ein "Werbe"-Modell. Die Person oder Gruppe hinter den neuesten Grand-Theft-Auto-6-Leaks verlangt inzwischen rund 165.000 Dollar, nur um überhaupt einen Kommunikationskanal zu öffnen. Dafür nutzt sie ein System, das eine Monero-Zahlung mit einem neu erstellten Account beim privaten Messaging-Dienst Session verknüpft. Wichtig dabei: Laut der Website ist die Zahlung von 400 XMR lediglich eine Kontaktgebühr, die garantiert, dass CyberLeek innerhalb von 24 Stunden über Session antwortet. Eine Werbeanzeige kauft man sich damit noch nicht. Die Gruppe bietet auf ihren Videos "Premium-Werbeflächen" und "exklusive Content-Möglichkeiten" in zwei Varianten an: entweder ein Wasserzeichen, also eine dezent eingeblendete Marke im Bild, oder maßgeschneiderte Gameplay-Sequenzen rund um ein bestimmtes Produkt. Wer gestohlenes Material auf diese Weise zu Geld macht, geht ein echtes rechtliches Risiko ein, schließlich verknüpft man dabei eine Marke mit möglicherweise unrechtmäßig angeeignetem geistigem Eigentum.
3. Warum CyberLeek es auf Rockstar Games und Take-Two Interactive abgesehen hat
Der Wert von GTA 6 als Druckmittel
GTA 6 ist wohl das meisterwartete Unterhaltungsprodukt des Jahrzehnts – und genau das macht jedes Leak zu einem enorm wertvollen Druckmittel, das jede Menge Aufmerksamkeit garantiert. Cyberleeks Masche funktioniert nur deshalb, weil Grand Theft Auto 6 wahrscheinlich das meisterwartete Spiel aller Zeiten ist, und Aufmerksamkeit in dieser Größenordnung lässt sich direkt in Werbewert ummünzen. Der Hack von 2022 hat schon gezeigt, wie angreifbar selbst Rockstar sein kann – das dürfte neue Angreifer nur ermutigt haben.
Die Sicherheitslücken von Take-Two
Die aktuellen Leaks scheinen aus dem Zugriff auf eine aktive Entwicklungsversion zu stammen, nicht aus alten Aufnahmen. In einem Video schießt Jason Löcher in eine Wand, um damit das Wort "LEEK" zu formen – ein starkes Indiz dafür, dass die Quelle direkten Zugang zu einer spielbaren Entwicklungsversion hat und nicht nur über eine Sammlung alter Clips verfügt. Das reiht sich ein in ein breiteres Muster von Erpressungsversuchen gegen Spielestudios, und Take-Two hatte seitdem mit weiteren Problemen zu kämpfen, darunter einen separaten Hack der 2K-Support-Systeme, über den Nutzern schädliche Links zugeschickt wurden.
4. Zeitleiste der Leaks: Wie CyberLeek den Druck erhöht hat
Die erste Welle, geleaktes GTA 6-Material
Die Kampagne startete Mitte August 2026. Eine Hackergruppe namens CyberLeek ist seit dem 18. August 2026 fleißig dabei, Inhalte zum kommenden Grand Theft Auto VI zu leaken. Schon die ersten Veröffentlichungen hatten es in sich. Von einem neuen zweiminütigen Gameplay-Clip über das UI, das Fahndungssystem, eine komplette Kartenübersicht bis hin zu zahlreichen Fahrzeug-Enthüllungen – alles war auf ihrer Website zu finden. Die Community stufte das Material größtenteils als echt ein, nicht zuletzt weil Rockstar so schnell reagierte, um es wieder aus dem Netz zu bekommen.
Weitere Veröffentlichungen: Quellcode und Entwicklungsdateien
Die Leaks rissen nicht ab und stammten offenbar aus einer spielbaren Build-Version. CyberLeek hat damit die größte Welle an GTA 6-Gameplay-Leaks seit dem großen Hack von 2022 losgetreten. Das in dieser Woche veröffentlichte Material zeigt Fahr-, Schieß- und Flugszenen, Teile der Karte sowie weiteres unfertiges Gameplay. Und CyberLeek legt mit seinen Behauptungen noch nach: Die Gruppe will außerdem Zugriff auf eine spielbare GTA 6-PC-Version haben. Wie weit dieser Zugriff tatsächlich reicht – etwa ob die Gruppe wirklich das komplette Spiel besitzt oder gar wichtiges Story-Material veröffentlichen könnte – ist allerdings bislang reine Spekulation und nicht unabhängig bestätigt.
Eskalationsmuster
Der Druck wurde bewusst aufgebaut und häppchenweise erhöht. CyberLeek droht damit, jeden Tag noch mehr Material zu leaken. Der Grund für ihre Hartnäckigkeit: Sie sind der Meinung, dass Rockstar zahlreiche eigene Gaming-Grundsätze verraten hat und dafür bestraft werden muss. Die Gruppe hat die Veröffentlichungen zudem an ihre Krypto-Coin gekoppelt und lässt Inhaber darüber abstimmen, was als Nächstes geleakt wird – eine Taktik, die sowohl das Drama als auch das Handelsvolumen am Laufen halten soll.
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5. Was passiert, wenn Take-Two zahlt? Risiken und Präzedenzfälle
Die Gefahr, vor Erpressung einzuknicken
Für ein börsennotiertes Unternehmen ergibt Zahlen so gut wie nie Sinn. Take-Two ist an der Börse notiert. Man verhandelt nicht mit Hackern und Leuten, die für Datenlecks verantwortlich sind – denn das würde eine ganze Büchse der Pandora öffnen und andere dazu einladen, es ihnen gleichzutun. Es gibt keinerlei Garantie, dass sich ein Erpresser an eine Abmachung hält, und eine Zahlung schafft einen Präzedenzfall, der Nachahmer anlockt. Strafverfolgungsbehörden, darunter das FBI, raten konsequent von Lösegeldzahlungen ab – genau deshalb, weil sie weitere Angriffe finanzieren und fördern.
Historische Präzedenzfälle bei Erpressung in der Videospielbranche
Der GTA-6-Hack von 2022 ist das eindeutigste Warnbeispiel. Der Täter soll die Tat Berichten zufolge mit seinem Handy, dem Hotel-Fernseher und einem Amazon Fire Stick begangen haben – ein Vorfall, der Rockstar Games laut eigenen Angaben vor Gericht 5 Millionen Dollar sowie tausende Arbeitsstunden zur Wiederherstellung gekostet hat. Rockstar zahlte nicht, ging den Fall gerichtlich an und erholte sich davon – vermutlich das Muster, dem sie auch dieses Mal wieder folgen werden.
6. Was passiert, wenn Take-Two ablehnt? Die angedrohten Konsequenzen
Die Drohungen von CyberLeek
CyberLeek hat angekündigt, nachzulegen, falls die Forderungen ignoriert werden. Die Gruppe veröffentlichte auf X eine Erklärung, in der sie damit droht, ihr gesamtes Archiv an geleaktem Gameplay zu veröffentlichen, sollte Rockstar Games nicht auf die Forderung eingehen, "den entstandenen Schaden wiedergutzumachen" und sich bei der Community zu entschuldigen. Das Albtraumszenario für Rockstar: Ein komplett spielbarer Build oder große Story-Spoiler tauchen vor dem Launch im Netz auf und zerstören den Überraschungseffekt sowie das sorgfältig geplante Marketing.
Der CyberLeek-Krypto-Meme-Coin – ein zweites Standbein
Parallel zu den Leaks läuft ein spekulatives Token-Projekt. Neben den angeblichen GTA-6-Leaks bewirbt CyberLeek den $CYBERLEEK, einen Memecoin auf der Solana-Blockchain – und Memecoins gewinnen normalerweise durch Online-Aufmerksamkeit und Hype an Wert, nicht durch ein echtes Produkt oder Geschäftsmodell. Coin und Videomaterial entwickelten sich Hand in Hand. CyberLeek veröffentlichte mehrere angebliche GTA-VI-Videos und bewarb dabei jedes Mal den $CYBERLEEK-Token – Nutzer wurden zur Kryptowährung geleitet und konnten damit abstimmen, welches geleakte Video als Nächstes erscheinen sollte. Die Zahlen waren beeindruckend: Der zugehörige Solana-Meme-Token CYBERLEEK, der um den 15. August herum startete, verzeichnete anfangs Kurssprünge von über 5.000 % und zuletzt 24-Stunden-Gewinne von mehr als 1.400 %, wodurch die Marktkapitalisierung auf rund 22 Millionen Dollar stieg, bei einem Handelsvolumen von oft über 112 Millionen Dollar. Kritiker werden deutlich: Verschiedene Verbraucherschutzorganisationen bezeichnen die Aktion als Pump-and-Dump-Schema, das die Aufregung um GTA VI ausnutzt. Der Coin bringt CyberLeeks Selbstbild als "Verteidiger der Spielerrechte" ins Wanken, schließlich sind genau die Fans, die angeblich geschützt werden sollen, gleichzeitig Zielscheibe des Token-Hypes. Falls du dennoch Krypto halten möchtest: Selbstverwahrung ist entscheidend. Mit Bleap kannst du Coins kaufen und halten – ganz ohne Handelsgebühren, ohne Gas-Kosten und mit voller Kontrolle über deine Schlüssel, statt der Wallet eines anonymen Projekts vertrauen zu müssen.
7. Die offizielle Reaktion von Rockstar Games und Take-Two
Öffentliche Stellungnahmen
Rockstar und Take-Two haben sich öffentlich weitgehend bedeckt gehalten und lassen lieber die rechtlichen Schritte für sich sprechen. Genau das hatten Analysten auch erwartet. Eine Entschuldigung, eine konkrete Zusage oder gar Schadenersatz sollte man hier nicht erwarten. Was stattdessen passiert: Anwälte arbeiten auf Hochtouren, überall fliegen Takedown-Benachrichtigungen umher, und ansonsten herrscht Funkstille. Der Netflix Extended Look des Unternehmens wurde Berichten zufolge trotz der Leaks planmäßig veröffentlicht.
Was hinter den Kulissen passiert
Der juristische Apparat läuft bereits auf Hochtouren. Take-Two hat sich nicht mehr nur darauf beschränkt, geleaktes GTA-6-Filmmaterial entfernen zu lassen, sondern versucht inzwischen, die Person oder Gruppe dahinter zu identifizieren. Der Mutterkonzern von Rockstar Games hat DMCA-Subpoenas eingereicht, um von Microsoft und Discord Aufzeichnungen im Zusammenhang mit CyberLeek zu erhalten. Die Anträge wurden am 20. August beim U.S. District Court for the Southern District of New York eingereicht. Der Umfang ist beträchtlich. Microsoft und Discord sollen Berichten zufolge bis zum 4. September Zeit haben, die angeforderten Daten bereitzustellen. Take-Two verlangt Konto-IDs, Registrierungs-E-Mail-Adressen, IP-Adressen bei Registrierung und Login, Telefonnummern, verknüpfte Konten sowie Geräte-Kennungen, die mit Accounts in Verbindung stehen, die CyberLeek zugeordnet werden.
8. Rechtliche Konsequenzen: Erpressung und mögliche Strafverfolgung
Wie das Gesetz einordnet, was CyberLeek hier macht
Egal wie sehr man das Ganze als "Gamer-Rechte" verkaufen will – das zugrunde liegende Verhalten ist eindeutig illegal. Die Taten bergen erhebliche rechtliche Risiken nach dem US Computer Fraud and Abuse Act, dem britischen Computer Misuse Act sowie dem Urheberrecht. Mögliche Anklagepunkte reichen von unbefugtem Zugriff über Datendiebstahl bis hin zu Erpressung. Sollte CyberLeek im Ausland sitzen, wird die Zuständigkeit zwar komplizierter, aber die internationale Zusammenarbeit bei aufsehenerregenden Cyberverbrechen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.
Das rechtliche Risiko für CyberLeek
Der Krypto-Aspekt könnte den Ermittlern sogar in die Hände spielen. Cyberleek droht bei einer Festnahme Erhebliches, und der Krypto-Token liefert den Behörden einen zusätzlichen Ansatzpunkt, um die Spur zurückzuverfolgen. Der Fall aus dem Jahr 2022 zeigt, wie hart die Konsequenzen ausfallen können: Der damals 18-jährige Arion Kurtaj, der Hacker hinter dem berüchtigten GTA-6-Leak von 2022, wurde von einem britischen Gericht auf unbestimmte Zeit in eine gesicherte psychiatrische Einrichtung eingewiesen – bis Ärzte entscheiden, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgeht. Rockstar Games erklärte, der Hack habe das Unternehmen 5 Millionen Dollar gekostet.
9. Was das für den Release-Termin und die Entwicklung von GTA 6 bedeutet
Könnte sich GTA 6 verzögern?
Aktuell scheint der Zeitplan unangetastet. Rockstars offizieller Extended Look ist für den 27. August auf Netflix angesetzt, das komplette Spiel soll weiterhin am 19. November 2026 für Konsolen erscheinen. Geleaktes Material aus einer unfertigen Version ist zwar peinlich, führt aber selten allein zu einer Verzögerung. Ein echter Diebstahl des Quellcodes wäre dagegen deutlich schlimmer – deshalb versucht Take-Two mit Hochdruck, die Quelle des Lecks vor dem Launch ausfindig zu machen.
Langfristige Auswirkungen auf Rockstars Entwicklungsprozess
Abgesehen vom Release-Termin ist der menschliche und organisatorische Schaden real. Die Leute, die an GTA VI gearbeitet haben, dürften wenig begeistert davon sein, ihre Arbeit im Internet geleakt zu sehen. Es ist mit strengeren internen Sicherheitsmaßnahmen, restriktiverem Zugriff auf Builds und einem Umdenken zu rechnen, wie viel vom Spiel vor dem Launch überhaupt internen Tools zugänglich gemacht wird. Branchenweit dürfte dieser Fall Studios dazu bewegen, stärker in Cybersicherheit zu investieren.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was genau hat CyberLeek von Rockstar Games gefordert?
Die Kernforderungen von CyberLeek sind ideologischer Natur: Man verlangt unter anderem ein Ende digitaler Vorbestellungen, keine kostenpflichtigen Einzelspieler-DLCs sowie eine Offline-Funktion für Singleplayer-Spiele. Daneben wird versucht, mit den Leaks über ein Monero-basiertes System Kasse zu machen – die Person oder Gruppe hinter den jüngsten Grand Theft Auto 6-Leaks verlangt inzwischen rund 165.000 US-Dollar, nur um überhaupt einen Kommunikationskanal zu öffnen. CyberLeek betont ausdrücklich, dass es sich dabei nicht um ein klassisches Lösegeld handelt, mit dem sich die Veröffentlichung stoppen ließe.
Wer steckt hinter CyberLeek – wurde die Identität schon aufgedeckt?
Nein. Wer wirklich hinter CyberLeek steckt, ist bisher nicht öffentlich bestätigt worden. Die Vermutungen reichen von einem Einzeltäter bis zu einer organisierten Gruppe, wobei manche vage Parallelen zur Lapsus$-Gruppe ziehen, die 2022 hinter dem großen Hack steckte. Belegt ist davon aber nichts.
Verzögert der Quellcode-Leak von GTA 6 den Release des Spiels?
Bisher gibt es keine Hinweise auf eine Verschiebung. Rockstars offizieller „Extended Look“ ist weiterhin für den 27. August auf Netflix angesetzt, und der vollständige Release für Konsolen bleibt bei dem 19. November 2026. Die geleakten Gameplay-Szenen aus einer unfertigen Version sind zwar ärgerlich, führen aber in der Regel nicht automatisch zu einer Verzögerung.
Was hat es mit dem Krypto-Meme-Coin von CyberLeek auf sich – und warum ist das relevant?
Dabei handelt es sich um einen spekulativen Solana-Token, der etwa zeitgleich mit den Leaks gestartet wurde. Allein am 18. August wurden Token im Wert von rund 11,8 Millionen US-Dollar gehandelt – ein Hinweis darauf, dass Coin und Leak-Kampagne möglicherweise von Anfang an zusammen geplant waren. Kritiker sehen in der gesamten Aktion vor allem einen Pump-and-Dump-Versuch, der den GTA-6-Hype ausnutzt.
Hat sich Take-Two Interactive offiziell zur Lösegeldforderung geäußert?
Take-Two hält sich öffentlich bedeckt, geht aber juristisch aggressiv vor. Der Rockstar-Games-Mutterkonzern hat DMCA-Subpoenas eingereicht, um von Microsoft und Discord Unterlagen zu CyberLeek zu erhalten. Die Anträge wurden am 20. August beim U.S. District Court for the Southern District of New York eingereicht.
Ist das, was CyberLeek tut, illegal, und drohen strafrechtliche Konsequenzen?
Ja. Die zugrunde liegenden Handlungen bergen ein erhebliches rechtliches Risiko nach dem US Computer Fraud and Abuse Act, dem UK Computer Misuse Act sowie dem Urheberrecht – mögliche Anklagepunkte reichen von unbefugtem Zugriff über Datendiebstahl bis hin zu Erpressung. Der Präzedenzfall von 2022 zeigt, wie ernst die Konsequenzen ausfallen können.
Fazit: Wie geht es im Showdown zwischen CyberLeek und Rockstar weiter?
CyberLeek ist ein anonymer Akteur, der eine Welle von GTA-6-Aufnahmen geleakt, ein Manifest mit verbraucherorientierten Forderungen veröffentlicht, einen $CYBERLEEK-Memecoin gestartet und eine „Kontaktgebühr" von 165.000 Dollar in Monero für Werbezwecke festgelegt hat – und dabei stets betont, dass es sich nicht um ein Lösegeld zum Stillschweigen handelt. Take-Two steht nun vor zwei Optionen: verhandeln, was angesichts des damit geschaffenen Präzedenzfalls so gut wie ausgeschlossen ist, oder ablehnen und den Leaker über Subpoenas und die Gerichte verfolgen – genau das hat man bereits in die Wege geleitet. Wer hinter CyberLeek steckt und ob eine Strafverfolgung tatsächlich erfolgreich sein wird, ist weiterhin offen. Klar ist aber schon jetzt: Das hier könnte zu einem echten Meilenstein in Sachen Cybersicherheit in der Gaming-Branche werden. Behaltet die Subpoena-Frist am 4. September und den „Extended Look" am 27. August im Auge – dort dürfte es weitere Entwicklungen geben.
Und falls euch diese ganze Geschichte neugierig auf den $CYBERLEEK-Coin gemacht hat oder ihr einfach plant, GTA 6 direkt am Release-Tag zu kaufen: Macht es schlau. Mit Bleap könnt ihr Krypto kaufen und halten – ganz ohne Handelsgebühren, ohne Gas-Kosten und mit voller Selbstverwahrung. Obendrauf gibt's bis zu 20 % Cashback plus 0 % FX-Gebühren bei Gaming-Käufen, ganz ohne monatliches Abo.
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